Die richtige Eingewöhnung, ist grade bei den Kleinsten sehr wichtig.

Sie brauchen Zeit und Ruhe.

Bitte Planen Sie min 14 Tage für die Eingewöhnung ein.

Schließlich sollen diese, bei für sie noch fremden Menschen bleiben, obwohl sie es gewöhnt sind, dass Mama oder Papa immer da sind.

Deswegen arbeiten wir aus Überzeugung nach dem "Berliner Modell"

 

 

Eingewöhnung nach dem "Berliner Modell"


 

  • Der sanfte Übergang Ihres Kindes aus dem familiären Umfeld in die Kindertagespflege ist von großer Bedeutung.
  • Eine stabile Beziehung zu einer fremden Person kann nur allmählich aufgebaut werden.
  • Dies ist am ehesten gewährleistet, wenn die Gewöhnung an die neue Umgebung, die anderen Kinder und die noch nicht vertraute Tagespflegeperson langsam und unter Begleitung der Eltern vonstatten geht.
  • Das Berliner Modell wurde vom Institut für angewandte Sozialforschung (INFAS) entwickelt und findet seit den 1980er Jahren praktische Anwendung
  • Es ist kein starres Programm, sondern dient als Orientierungsrahmen für die übergangszeit vom Elternhaus in die Kindertagespflege oder die Krippe.
  • In den meisten Fällen dauert der Beziehungsaufbau etwa 14 Tage, im Einzelfall auch mal drei Wochen, bei manchen Kindern sind sechs Tage ausreichend.
  • Länger dauert die Gewöhnung an die Umgebung (Kinder, Abläufe, Geräusche, Räume, Essen, usw.).
  • Man kann und soll sich bei der Entscheidung darüber, wie lange ein Kind begleitet werden muss oder noch nicht so lange in der Tagespflegestelle (mit seinem gewöhnungsbedürftigen Umfeld) bleibt, am Verhalten des Kindes orientieren.
  • Es genügt, wenn Sie mit Ihrem Kind in den ersten Tagen für eine Stunde bei uns sind. Wir werden Sie bitten zu bestimmten Zeiten zu kommen, da es für Ihr Kind leichter ist, wenn es zunächst immer auf die gleiche Situation trifft.
  • Wenn Sie sich mit Ihrem Kind zusammen im Spielbereich aufhalten, setzten Sie sich am besten in eine ruhige Ecke und seien Sie einfach da. Wenn Ihr Kind schon krabbeln oder laufen kann, erlauben Sie ihm, zu gehen und zu kommen, wie es will. Drängen Sie es zu keinem bestimmten Verhalten und behalten Sie es im Auge. Wenn Sie es aushalten, lesen oder stricken Sie nicht, überlassen Sie die Sorge um die anderen Kinder getrost der Tagespflegepersonen. Genießen Sie es einfach Ihr Kind in seiner neuen Umgebung zu beobachten!
  • In den ersten drei Tagen sollten Sie auf keinen Fall Trennungsversuche machen. Auch wenn Sie den Raum nur kurz verlassen wollen, nehmen Sie ihr Kind mit. Die ersten drei Tage scheinen für die Eingewöhnung des Kindes eine besonders wichtige Rolle zu spielen und sollten nicht durch eine Trennung von Ihnen belastet werden. Die Tagespflegeperson  wird sich in den ersten Tagen zunächst eher abwartend verhalten und vielleicht erst nach einiger Zeit versuchen zu Ihrem Kind Kontakt aufzunehmen. Seien sie geduldig, wir wissen was wir tun und werden mit ihnen darüber sprechen. Jedes Kind ist anders. Wir lernen ihr Kind langsam kennen und stimmen unser Verhalten und Handeln auf ihr Kind ab um eine gute Beziehung aufbauen zu können.
  • Am vierten Tag kann der erste kurze Trennungsversuch stattfinden. Sie sollten den Spielbereich verlassen, wenn das Kind zufrieden spielt und keinen Trost und Sicherheit bei Ihnen sucht. Es ist sehr wichtig, dass Sie sich, wenn sie den Raum verlassen, vom Kind kurz verabschieden.
  • Die Reaktion Ihres Kindes auf diesen ersten Trennungsversuch in der neuen Umgebung enthält wichtige Anhaltspunkte über die Dauer der Eingewöhnungszeit.
  • Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn die Erzieherin Ihr Kind im Ernstfall trösten kann. Das muss nicht heißen, dass Ihr Kind nicht mehr weint, wenn Sie sich nach dem Bringen vom ihm verabschieden. Wenn Ihr Kind weint, wenn Sie gehen wollen, so drückt es damit aus, dass es Sie lieber bei der Tagespflegeperson dabei hätte, und das ist sein gutes Recht. Es wird sich jedoch nach Abschluss der Eingewöhnungszeit von der Tagespflegeperson beruhigen lassen, wenn Sie gegangen sind.
  • Die Eltern sollten bitte unbedingt daran denken, dem Kind ein "Übergangsobjekt“ z.B. sein Lieblingskuscheltier mitzugeben. Der vertraute Gegenstand stellt die Verbindung zur Mutter und zu seinem Zuhause her. Die Tagespflegeperson sollte über den gewohnten Tagesablauf und andere Gewohnheiten, Ängste und Rituale des Kindes Bescheid wissen, um ihm den Einstieg erleichtern zu können.

 


powered by Beepworld